Facts 06/2010:  Grenzenloser Austausch


Schon heute besteht der Arbeitsalltag zu einem großen Teil aus Teamarbeit, Konferenzen und Meetings. Um diese effizient zu nutzen, gilt es auch, die Möblierung an die jeweiligen Anforderungen und Bedürfnisse der Mitarbeiter anzupassen.

In den nächsten zehn Jahren werden rund 80 Prozent der Aufgaben im Unternehmen im Team erledigt. Zu diesem Schluss kommt die Studie „Workplace Strategy“ von Jones Lang LaSalle IP aus dem Jahr 2007. Schon heute gehören Meetings und Konferenzen, inoffiziell kurze Besprechungen und mitunter einfach der Austausch zwischen Kollegen zum Alltag, ermöglichen kreativen Gedankenaustausch und bringen neue Ideen.

Um die Zeit in Meetings und Konferenzen sinnvoll zu nutzen und den Informationsgehalt zu halten, sollten die Räume so gestaltet sein, dass die Mitarbeiter sich gerne dort aufhalten: Beleuchtung Klima, Möblierung und Akustik müssen stimmen, die Medientechnik muss einfach zu bedienen und gut erreichbar sein.

All dies ist nicht nur ein optischer Happen oder eine schöne Nebensache für die Meeting-Teilnehmer: Die Qualität des Büroraums wirke sich unmittelbar auf die Leistung der Mitarbeiter aus, erläutert der vom Fraunhofer-Institut für Arbeit  und Organisation (IAO) und vom Büromöbelhersteller Steelcase gemeinsam entwickelte Performance-Check. Die maßgeblichen Faktoren dafür seien demnach die Eignung der Räume zur Kommunikation, eine tätigkeitsgerechte Büroform und schließlich eine ergonomische Möblierung. Die Anpassung der Raumgestaltung an die jeweiligen Aufgabenstellung der Teams habe zudem einen entscheidenden Einfluss auf das Kommunikationsverhalten, erläutert Steelcase in einer im Jahr 2008 gemeinsam mit der Ludwig-Maximilians-Universität München herausgegebene Studie.  

So hat Steelcase zusammen mit dem Münchner Designbüro Brodbeck Design Konferenzmöbel entwickelt, die sich nicht mehr nur auf die klassischen Konferenzräume beschränken sollen, sondern auch Lösungsvorschläge für eine unkomplizierte Nutzung von Präsentationsmedien im offenen Büroraum umfassen – viele gute Ideen werden schließlich nicht in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen geboren, sondern entstehen in der Cafeteria, bei einem zufälligen Treffen auf dem Gang oder Während eines Teammeetings. So wird es immer wichtiger, auch Gemeinschafts- und sogenannte In-between-Bereiche bestmöglich zu nutzen. Brodbeck Design ist bei Steelcase kein Unbekannter: So stammen unter anderem die neue Stuhlserie QiVi, die Tischsysteme Activa und Kalidro sowie die Konferenzmöbelreihe Attesse P70 aus der Münchner Designschmiede.

Die neue Serie von Kommunikationsmöbeln soll den sinnvollen Ablauf einer Konferenz unterstützen – ohne Zeitverlust und unproduktive Unterbrechungen. Dazu gehören auch scheinbar nebensächliche Lösungen: Wo wird die Garderobe bequem und ohne Zeitaufwand verstaut, wie lässt sich das Catering möglichst flexibel servieren, wo finden Stifte oder Marker ihren Platz? Einfache Dinge, die bei Präsentationen aber dennoch benötigt werden. „So ist eine klar gestaltete, auf das Wesentliche reduzierte Serie von Kommunikationsmöbeln entstanden, die Bewährtes optimiert und gleichzeitig innovative Lösungen anbietet“, beschreibt Designer Stefan Brodbeck die aus drei Gruppen bestehende Konferenzmöbelserie, die ganz im Zeichen der Mobilität steht.  

 

Klappen und schwenken

Zu ihr gehören zwei Tischsysteme, bestehend aus dem 4-Fuß-Klapptisch „Talk Time“ und einem schwenkbaren Konferenztisch „Flip Top Twin“ und eine vielseitig verwendbare Präsentationswand mit mehreren Ebenen und beweglichen Tafeln sowie einer großen  Auswahl an Oberflächen (Pinnwand, Whiteboard oder Glas). Optional lässt sich zudem ein Flachbildschirm oder eine zusätzliche Ablagefläche für Präsentations- und Moderationstools integrieren. Dazu kommen mobile Multifunktionselemente, die einen reibungslosen Ablauf unterstützen sollen: Presenter, Rednerpult, Flipchart, Pinnwand, Catering-Wagen und eine Garderobe.

Die Entwicklung  der mobilen Konferenzszenerie basiert auf intensiven Anwenderbeobachtungen: die Tools sind höhenverstellbar, der Presenter hat ein professionelles Kabelmanagement integriert, bei dem das Stromkabel im rollbaren Sockel „verstaut“ wird. Mobile Elemente wie Flipchart oder Pinnwand lassen sich mittels Magneten einfach verketten. „Die Serie entspricht dem Trend sich verändernder Bürostrukturen“, sagt Brodbeck. „Hin zu mehr mobiler Kommunikation, Flexibilität und durchdachten Details.“ (nh)


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